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Kurzberichte vergangener Vorträge

23. Juni 2016

Am 23. Juni gab Malte Gerhold einen Einblick in seinen Lebenslauf. Der Absolvent der Sicherheitstechnik hat unter dem Titel "Noch weiter machen – Promotion in der Sicherheitstechnik" insbesondere das Für und Wider der Promotion und seine damit verbundenen Forschungstätigkeiten am Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) betrachtet. Während des Studiums im Schwerpunkt Umweltsicherheit hat er als Hilfskraft am Fachgebiet Sicherheitstechnik/Arbeitssicherheit gearbeitet und darüber den Kontakt zum IFA hergestellt. Seit 2012 hat er sich dort schwerpunktmäßig mit Fragen des Staubexplosionsschutzes beschäftigt, was nicht nur mit spektakulären Explosionen, sondern eben auch mit einem gewissen Laboralltag verbunden sei. Seit 2015 ist Malte Gerhold Explosion Protection Specialist bei der Bayer AG und berät dort angeschlossene Betriebe in Fragen des Explosionsschutzes. Dabei kommt er viel herum und erhält Einblicke in unterschiedlichste Betriebs- und Produktionsbereiche. Zusammenfassend ist festzustellen, dass eine Promotion durchaus sinn- und reizvoll ist, da man viele Freiheiten genieße, die Bezahlung jedoch in der Regel nicht mit der in der Industrie mithalten könne. Hier wiederum seien auch die guten Entwicklungsmöglichkeiten für Ingenieure als großer Vorteil zu betrachten.

Malte Gerhold

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Am 23. Juni ebenfalls zu Gast beim Job-Talk war Dr. Philipp Hagemann, um über seine Tätigkeit bei VdS zu berichten. Der Absolvent des Brandschutzes und langjähriger Mitarbeiter der Uni Wuppertal ist heute als Sachverständiger für Anlagentechnischen Brandschutz tätig. Seine Hauptaufgabe dabei ist es, beim Kunden die Abnahme oder wiederkehrende Prüfungen von Wasserlöschanlagen und Gaslöschanlagen, aber auch von Hydrantenanlagen und Feuerschutzabschlüssen, durchzuführen. Seit seinem Einstieg im Januar 2016 ist er schon viel rumgekommen und hat so bereits 15.000 km mit dem Auto zurückgelegt. Eine gewisse Reisebereitschaft müsse man da schon mitbringen, so Philipp Hagemann, der gleichzeitig die Vorzüge seiner Tätigkeit herausstellt und insbesondere die hohe Abwechslung und die Flexibilität lobt. Die Arbeitswoche teilt sich meist in vier Tage Begutachtung von Anlagen und einen Tag im Büro. Auf dem Weg zum behördlich anerkannten Sachverständigen erfolgt die Einarbeitung "on the Job", wobei Philipp Hagemann anmerkt, dass eine Anlage "da draußen" schon etwas anders aussieht, als auf dem Papier im Studium. Der Zeit des Studiums entnimmt Philipp Hagemann dennoch sehr viel Nützliches für seine heutige Tätigkeit, denn zwischen Kollegen und Kunden aus den Bereichen Gebäudetechnik, Elektrotechnik und Anlagentechnik kann er sich dank der breit gefächerten Studieninhalte sehr gut verständigen.

02. Juni 2016

Am 02. Juni hat der Wuppertaler Absolvent Roland Kraemer beim Job-Talk den Handel als spannende Branche für Sicherheitsingenieure vorgestellt. Nach dem Studium und der Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit hat er unterschiedliche Stationen durchlebt und ist nun als Leitender Sicherheitsingenieur bei der REWE Group in Köln tätig. Im Zentrum seiner Tätigkeiten steht dort die Gesundheitsförderung aller Beschäftigten, wobei sich die zu betrachtenden Arbeitsplätze von der Kasse über die Logistik bis hin ins Büro erstrecken. Arbeitskreise, Schulungen, Begehungen, Behördenkontakte und Unfallanalysen sind nur ein Teil des täglichen Geschäftes. Insgesamt sieht Roland Kraemer im Handel eine Branche mit vielseitigen Aufgaben und spannenden Herausforderungen, die man am besten mit guten Managementtechniken, Teamarbeit und interdisziplinärem Denken angeht. Nicht minder wichtig beurteilt Roland Kraemer eine gute Vernetzung unter Fachkollegen, da hier kurzerhand neue Perspektiven erschlossen und Problemlösungsstrategien ausgetauscht werden können.

Roland Kraemer

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Über seine bisherige Berufserfahrung hat am 02. Juni auch Maximilian Christensen berichtet. Der Absolvent des Brandschutzes ist bei Franke Ingenieure für Brandschutz in Dortmund tätig und bearbeitet dort unterschiedliche Brandschutz-Projekte "vom Kindergarten bis zum Kraftwerk". Anhand der verschiedenen Phasen der Erstellung eines Brandschutzkonzeptes hat Maximilian Christensen den Zuhörern anschaulich den Weg von der Planungsphase bis hin zur Inbetriebnahme eines Gebäudes aufgezeigt. Dabei trifft er im Laufe der Konzepterstellung nicht nur mit dem Bauherren, sondern auch mit dem Bauordnungsamt, der Feuerwehr, dem Architekten und weiteren beteiligten Kreisen zusammen. Maximilian Christensen betont, dass man für die vielfältigen Kontakte und Belange im Sonderbau als Wuppertaler Brandschutzingenieur gut gewappnet sei - schließlich bekommt man im Studium auch viel aus der Verfahrenstechnik, dem Gefahrstoffrecht, der Elektrotechnik und vielen weiteren Disziplinen vermittelt und könne überall mitreden. Letztlich betont er, dass man in seinem Beruf Einblicke in unzählige Unternehmen erhalte und auch innerhalb Deutschlands viel von Land und Leuten kennenlerne.

Maximilian Christensen

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Job-Talk am 02. Juli 2015

Zum letzten Job-Talk des Sommersemesters 2015 hatten wir Andreas Ott von der Klassifikationsgesellschaft DNV GL SE in Hamburg zu Gast. Der Absolvent des Brandschutzes startete 2011 mit einem Praktikum bei dem weltweit agierenden Unternehmen, welches neben Klassifikationen auch technische Prüfungen, Software und Beratung für die Schifffahrt, Öl- und Gasindustrie sowie für die Energiewirtschaft anbietet. Nach einer Vorstellung seines Arbeitgebers, dessen Geschäftsfeldern und wie sich dieses historisch entwickelt hat, gab Andreas Ott einen Einblick in seine tägliche Arbeit, die sich mit den Sicherheitsanforderungen in der maritimen Wirtschaft befasst. Am Beispiel der Titanic zeigte er sehr anschaulich, wie sich das Bewusstsein für die Sicherheit auf See historisch entwickelt hat – leider eben häufig erst durch Schadenereignisse –, welche Anforderungen heute an die (Passagier-) Schifffahrt bestehen und wie man das Sicherheitsniveau auf modernen Schiffen sicherstellt. Dabei werden durch die DNV GL Risk Assessment und Consulting angeboten, wobei auch häufig Methoden der Brand- und Evakuierungssimulation angewendet werden. Das Spektrum reicht dabei vom Fährschiff über Containerschiffe und Ölplattformen hin zu Passagierschiffen mit tausenden von Menschen an Bord. Dabei steht die Sicherheit für Passagiere, Crew, Eigentum und die Umwelt im Vordergrund bei der Risikobeurteilung. Andreas Ott kommt zu dem Schluss, dass er einen Job hat, für den er jeden Morgen gerne aufsteht. Damit empfiehlt er den Studierenden auch, sich frühzeitig um Einblicke in die Praxis zu bemühen, Praktika zu machen und damit hinter die Türen der Unternehmen zu blicken. Aber auch die Zusammenarbeit mit Unternehmen im Bereich von Bachelor- und Master-Abschlussarbeiten sei eine gute Möglichkeit, um zu sehen, wie es in Unternehmen abläuft. "Nutzt die Gelegenheit hinter die Türen zu blicken", appellierte Andreas Ott und bot damit auch gleichzeitig Praktikumsstellen bei der DNV GL an, die es dort durchgängig für Studierende der Sicherheitstechnik gebe.

Andreas Ott

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Job-Talk am 11. Juni 2015

Am 11.06.2015 gab Tobias Meyer beim Job-Talk "Einblicke in die Methoden des Brandschutzingenieurwesens". Der Absolvent des Brandschutzes ist Teamleiter für Brandschutzingenieurmethoden bei der insa4 brandschutzingenieure GmbH in Wuppertal. Nach einer kurzen Vorstellung seines Arbeitgebers hat Tobias Meyer seine vielfältigen Aufgaben im Bereich der Brandschutzingenieurmethoden erläutert und deren Anwendungen anschaulich dargestellt. Der Schwerpunkt liegt hierbei bei den numerischen Methoden. "CFD-Simulationen stellen ein geeignetes Werkzeug für alternative Nachweise dar - hin und wieder wird zur schnellen Abschätzung aber auch noch per Hand gerechnet. Die Mathekenntnisse aus dem Studium kann man also durchaus nochmal gebrauchen", schmunzelt Meyer. Je nach Aufgabenstellung sind Brandsimulationen und Evakuierungsberechnungen oft eng miteinander verknüpft. Diese befinden sich daher ebenfalls im Aufgabenspektrum des Brandschutzingenieurs. Bei Tobias Meyer ist aber nicht nur die Simulation an der Tagesordnung; ebenso führt er reale Brand- und Rauchversuche durch um die Korrektheit der vorangegangenen Berechnungen in der Praxis zu überprüfen. Zusammenfassend kommt Tobias Meyer somit zu dem Fazit, dass "der Beruf stets interessante Abwechslungen bietet“.

Tobias Meyer

Ebenfalls am 11.06.2015 hat Mathilde Cheynet beim Job-Talk berichtet. Sie hat den Bachelor und den Master in Sicherheitstechnik absolviert und während des Studiums Erfahrungen als studentische Hilfskraft in der Forschung gesammelt. Gezielt suchte Sie dann für die Abschlussarbeit ein Unternehmen in der Industrie, um auch dorthin Einblicke zu erhalten. Heute ist sie als Group Engineer Risk and HS&E bei der TMD Friction Services GmbH in Leverkusen für die Koordinierung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes für die weltweiten Standorte des auf Bremsbeläge jeglicher Größe und Anwendung spezialisierten Unternehmens tätig. Ihr tägliches Geschäft hat auch dem Vortrag seinen Titel "Entwicklung von HSE-Standards unter Berücksichtigung von internationalen Spezifikationen" verliehen. Mathilde Cheynet hat dargestellt, wie die Entwicklung und Umsetzung von weltweit einheitlichen Standards abläuft und wie man die für jedes Land geltenden Bestimmungen und örtliche Besonderheiten mit einbeziehen kann. Schulungen der Mitarbeiter/-innen sowie das Mitwirken im betrieblichen Gesundheitsmanagement sind ebenso ihre Aufgaben, die sie stets auch in Kontakt mit dem Personal vor Ort bringen. Dabei kann sie jeden Tag genau das anwenden, was sie im Studium und auch im Rahmen ihrer Nebenbeschäftigung erlernt hat, so Mathilde Cheynet abschließend.

Mathilde Cheynet

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Job-Talk am 07. Mai 2015

Am 07. Mai 2015 stellte Ingo Steinert seinen Werdegang und sein aktuelles Tätigkeitsprofil beim Job-Talk vor. Der Absolvent der Sicherheitstechnik ist seit 2010 als Fachkraft für Arbeitssicherheit und Brandschutzbeauftragter am Sana Klinikum in Remscheid beschäftigt. Im Alltag ist er dabei mit ganz unterschiedlichen Aufgaben in den verschiedenen Betriebsbereichen des Krankenhauses betraut: von Bettenhäusern und Kreißsaal über die Diagnostik und den Operationssaal bis hin zu Verwaltung und IT reicht dabei das Spektrum. Da unser Referent nicht nur als FASi, sondern gleichwohl als Brandschutzbeauftragter für das Klinikum zuständig ist, befasst er sich neben der klassischen Gefährdungsbeurteilung und Beratung der Geschäftsleitung auch mit Themen wie Mitarbeiterschulungen und Krankenhausalarmplanung. Hierbei sei es anfangs besonders wichtig gewesen, die Strukturen des Krankenhauses aufzuarbeiten und zu verstehen. Fachlich sei man mit dem Studium der Sicherheitstechnik insgesamt sehr gut aufgestellt. Was die ganze Theorie dann aber in der Praxis bedeutet, müsse man individuell im Betrieb und anhand dessen Tätigkeitsspektrums erarbeiten, die Prozesse und Mitarbeiter/innen verstehen und dabei auch jeden Tag dazulernen, so Ingo Steinert. Dabei hilft ihm auch ein gut funktionierendes Netzwerk, in dem man sich schnell und unkompliziert Hilfe holen oder abstimmen kann. Daher rät er den Studierenden, schon früh damit anzufangen, sich um Kontakte, z.B. unter den Kommiliton/innen und Absolvent/innen, zu bemühen und miteinander zu arbeiten.

Ingo Steinert

Job-Talk am 09.04.2015

Den Auftakt des Job-Talk-Programmes im Sommersemester am 09. April 2015 lieferte Matthaeus Kutyniok mit seinem Vortrag "Das Praktikum: Der Einstieg ins Unternehmen in der Chemie-Industrie". Matthaeus Kutyniok ist Absolvent des Bachelor-Studienganges Sicherheitstechnik und derzeit Student des Qualitätsingenieurwesens. Neben dem Studium arbeitet er im Verantwortungsbereich des Arbeitsschutzkoordinators in einem Unternehmen der Chemie-Branche. Nach einer kurzen Vorstellung seines Arbeitgebers schilderte Matthaeus Kutyniok seinen Weg dorthin und seinen heutigen Job. Seit Beginn seiner Beschäftigung hat er Einblicke in unterschiedliche Betriebsbereiche gehabt und sah sich während und nach dem Praktikum mit unterschiedlichen Aufgaben in der Arbeitssicherheit konfrontiert. Von Begehungen und Arbeitsplatzanalysen über die klassische Gefährdungsbeurteilung hin zu Mitarbeiterschulungen war schon einiges dabei. Dabei betont Matthaues Kutyniok, dass er vom ersten Tag an eigenverantwortlich handeln musste, sich für die Problemstellungen eigenständig Lösungswege erarbeitet hat und dabei stets auf die im Studium vermittelten Tools und Methoden zurückgreifen konnte.

Matthaeus Kutyniok

Zum Thema "Brandschutz und Evakuierung in Schienenfahrzeugen" hat am 09. April 2015 David Rummeny, Absolvent der Sicherheitstechnik, von der Stadler Bussnang AG in der Schweiz berichtet. Der Brandschutzingenieur hat dem Publikum seinen Arbeitgeber vorgestellt und gezeigt, wo wir überall die von der Stadler Rail AG gefertigten Personenzüge vorfinden. Bei der Gewährleistung der Sicherheit der Fahrgäste im Brand- oder sonstigen Schadenfall spielen viele europäische wie weltweit angewendete Normen eine tragende Rolle. David Rummeny hat diese als sein "tägliches Geschäft" und "Handwerkszeug" erläutert. Wofür das ganze wichtig ist und wie die Normen in der Praxis umgesetzt werden, hat er anhand vielfältiger Praxisbeispiele gezeigt, für die er auf seine Erfahrung und Aufgaben in zurückliegenden Projekten geblickt hat. Ob Brandprüfungen von Feuerschutzabschlüssen, die Einrichtung und der Test von Brandmelde- und Bekämpfungsanlagen oder die Erprobung von Systemen zur schnellen und vor allem sicheren Evakuierung von Personenzügen – die oberste Priorität bei allen Maßnahmen habe immer der Schutz der sich im Zug befindlichen Personen, so David Rummeny.

David Rummeny

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Job-Talk am 15.01.2015

Mit seinem Vortrag "Von Büroarbeit bis Raketenstart – Gewährleistung von Sicherheit in Großforschungseinrichtungen" hat Guido Schmidt über seine Tätigkeit beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Köln berichtet. Dort ist der Absolvent des Qualitätsingenieurwesens und Brandschutzes als Leiter der DLR-Sicherheit für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz an den verschiedenen Standorten des DLR zuständig, koordiniert die Arbeit der Sicherheitsingenieure und unterstützt die Führungskräfte in den Abteilungen und Instituten bei der Ableitung geeigneter Maßnahmen zur Reduzierung von Gefährdungen für die Arbeitnehmer. Der Titel des Vortrages ist dabei Programm, denn in kaum einer anderen Branche ist das Tätigkeits- und Aufgabenspektrum so breit gefächert wie hier. Neben Büroarbeitsplätzen werden auch die verschiedensten Institute und Versuchsanlagen aus den Bereichen Energie, Mobilität, Kommunikation sowie natürlich Luft- und Raumfahrt betreut, aber auch die Sicherheit bei Großveranstaltungen gehören mit in das Aufgabenfeld. Gerade die Interdisziplinarität des Studienganges Sicherheitstechnik mache sich hier in der täglichen Praxis bezahlt, so Guido Schmidt.

Am Pult stehend: Guido Schmidt

Dass der TÜV SÜD für mehr steht, als nur für die Hauptuntersuchung beim Fahrzeug, hat am 15.01.2015 Michael Beesen gezeigt. Der Absolvent des Master-Studienganges Brandschutz ist seit Juli 2010 bei der TÜD SÜD Industrie Service GmbH in München als Brandschutzingenieur beschäftigt. Aus seiner täglichen Arbeit hat er unter dem Titel "4,5 Jahre Brandschutz bei TÜV SÜD – Beispiele aus der Praxis: Kernkraftwerke, Automobilwerke und Brauereien" berichtet. Sein Aufgabenspektrum reicht dabei von der Projektakquise über Sachverständigentätigkeit, Abstimmung zwischen verschiedenen beteiligten Fachabteilungen und Regelwerksarbeit bis hin zu stellvertretender Mitarbeiterführung und Sachverständigen-Schulungen. Die Tätigkeit als Sachverständiger stand dabei auch bei den Praxisbeispielen klar im Vordergrund und hat den Gästen das Berufsfeld anschaulich nähergebracht.

Michael Beesen

Job-Talk am 18.12.2014

Am 18.12.2014 berichtete Dr. Andreas Braasch über die Arbeit des IQZ Institut für Qualitäts- und Zuverlässigkeitsmanagement GmbH Wuppertal, bei dem der Absolvent der Sicherheitstechnik nach seiner Promotion am Lehrstuhl für Sicherheitstheorie und Verkehrstechnik als Geschäftsführender Gesellschafter tätig ist. Unter dem Titel "Sicherheit und Zuverlässigkeit in der Automobilindustrie – Wie man Rückrufe vermeidet" erläuterte Andreas Braasch die Rolle und Wichtigkeit der Zuverlässigkeit vom Designstadium bis hin zur Produktion in Serie. Im Bereich des Zuverlässigkeitsmanagements sei man täglich mit wechselnden und spannenden Projekten vom KMU bis hin zum DAX-Unternehmen betraut. Dabei kämen die im Studium der Sicherheitstechnik vermittelten Methoden und Vorgehensweisen durchaus zum Tragen, wobei man als Sicherheitsingenieur auch häufig als Moderator zwischen den unterschiedlichen Disziplinen agiere, so Andreas Braasch. Zuletzt blickte Andreas Braasch noch auf die Jobaussichten im Bereich der Zuverlässigkeitstechnik und konnte versichern, dass es eine hohe Nachfrage für qualifizierte Sicherheitsingenieure gebe. Am IQZ sei man zudem regelmäßig auf der Suche nach Studierenden und Absolvent/-innen mit Ehrgeiz und Freude an der Zuverlässigkeit!

Dr.-Ing. Andreas Braasch

Über seinen Werdegang und die Einstiegsmöglichkeiten bei Dräger berichtete am 18.12.2014 Leif Brünslow, der als Produkt- und Anwendungsspezialist bei der Dräger Safety AG & Co. KGaA in Hamburg beschäftigt ist. Der Absolvent der Sicherheitstechnik blickt auf eine umfassende Geschichte bei Dräger zurück, die schon während des Studiums begann. Über ein Praktikum hat er die Firma Dräger kennengelernt, hat dort seine Abschlussarbeit verfasst und ist direkt nach dem Studium als Vertriebsingenieur im Bereich Feuerwehr, Rettungsdienst und Behörden eingestiegen. Diese und weitere Möglichkeiten des Einstieges bei Dräger hat Leif Brünslow dargestellt und anhand von Zahlen, Daten und Fakten den börsennotierten Konzern, der nach wie vor den Charme eines Familienunternehmens habe, vorgestellt.

Leif Brünslow

An Leif Brünslows Vortrag anknüpfend hat Daniel Budde über "Alkohol- und Drogenmesstechnik bei der Polizei und in der Industrie" berichtet. Daniel Budde ist ebenfalls Absolvent der Sicherheitstechnik und heute als Marketing Manager für Drogen- & Alkoholmesstechnik bei der Dräger Safety AG & Co. KGaA in Lübeck beschäftigt. Er zeigte seinen Werdegang sowie sein aktuelles Tätigkeitsfeld auf und stellte anschließend die grundsätzlichen Arten und Funktionsweisen der Messtechniken sowie deren vielfältige Einsatzmöglichkeiten dar. Praktisch unterstützt hat Daniel Budde seinen Vortrag mit Alkoholmessgeräten, wie sie aus dem Einsatz bei der Polizei bekannt sind. Der anschließende Stammtisch in der Uni-Kneipe bot damit dann genügend Raum für Selbstversuche.

Daniel Budde

Job-Talk am 20.11.2014

Jan Peukmann, Absolvent der Sicherheitstechnik, ist als Safety Project Coordinator bei der SAFETEE GmbH in Oer-Erkenschwick beschäftigt. Am 20.11.2014 hat er über das HSE-Management beim Bau von Windenergieanlagen berichtet. Kern seiner Arbeit und des Vortrages sind die sichere Gestaltung von Bauprojekten und die Gewährleistung der Sicherheit vor Ort auf den Baustellen sowie das Herstellen der Rechtssicherheit für den Auftraggeber. Bezüglich des Studiums der Sicherheitstechnik kommt Jan Peukmann dabei zu dem Ergebnis, dass man im Studium viel nützliches Handwerkszeug vermittelt bekommt, der Einzelfall in der Praxis jedoch immer auch eine neue Herausforderung darstellt, bei der Verstand und Fingerspitzengefühl gefragt sind.

Jan Peukmann

 

"Wissenschaft und Technik im Dialog vereint" lautete der Titel des Vortrages von Tobias Berens am 20.11.2014. Der Absolvent des Diplom-Studienganges Sicherheitstechnik ist seit 2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am BIT Berufsforschungs- und Beratungsinstitut für interdisziplinäre Technikgestaltung e.V. (BIT e.V.) in Bochum. Im Bereich der Anwendungsforschung arbeitet er zum Beispiel an Praxisinstrumenten für Unternehmen, um die Arbeit sicherer zu machen. Anhand von Beispielen aus der Praxis schilderte er Problemstellungen und Lösungskonzepte zur Technikgestaltung und stellte dabei klar heraus, dass der Mensch und seine Sicherheit dabei stets im Mittelpunkt der Bestrebungen stehen. Tobias Berens motivierte die anwesenden Studierenden außerdem dazu, sich mit Praktika möglichst viele Einblicke in die tägliche Praxis zu verschaffen. Diese seien auch beim BIT e.V. möglich; Bewerbungen seien daher durchaus willkommen.

Tobias Berens

Job-Talk am 30.10.2014

Zum Auftakt des Job-Talk im Wintersemester 2014/2015 konnten wir in Zusammenarbeit mit den VDI Studenten und Jungingenieuren Wuppertal den Referenten Marcus Holzheimer, selbständiger Berater und Trainer (MH³ Beratung, Düsseldorf), gewinnen.

Unter dem Titel "Es ist toll, Ingenieur zu sein – trotz allem" hat er den Beruf des Ingenieurs aus Beratersicht und aus eigener langjähriger Berufserfahrung als Ingenieur beleuchtet. Auf kurzweilige Weise blickte er dabei hinter die Denk- und Handlungsmuster des Ingenieurs und wie sie sich im Berufsleben und sogar in der Partnerschaft wiederfinden.

Job-Talk am 17.07.2014

Beim letzten Job-Talk im Sommersemester 2014 konnten sich die Studierenden bei zwei Absolventen der Sicherheitstechnik über Einstiegsmöglichkeiten und Tätigkeitsfelder im Beruf des Sicherheitsingenieurs informieren.

V.l.n.r.: Oliver Jablonski und Tobias Quadt

Oliver Jablonski, M.Sc., Sicherheitsingenieur für die Bereiche Technische Entwicklung und quattro GmbH bei der Audi AG in Neckarsulm, stellte seinen Arbeitgeber vor und zeigte seinen Weg in das Unternehmen. Alles begann mit einem Praktikum im Bereich Arbeitssicherheit, welches ihm die Türen für seine Abschlussarbeit bei Audi öffnete. Nahtlos ging es für ihn in eine Festanstellung, neben der er sein Master-Studium in Qualitätsingenieurwesen absolvierte. Im direkten Dialog mit dem Auditorium zeigte Oliver Jablonski weitere Wege auf, um bei Audi Fuß zu fassen: Praktikum und Trainee bis hin zur Promotion sind hier möglich. Besonders wichtig für einen erfolgreichen Start in ein Unternehmen seien neben guten Studienleistungen vor allem Teamfähigkeit, Praxiserfahrung und idealerweise außeruniversitäres Engagement. "Die besten Voraussetzungen für den Berufseinstieg schafft man sich selbst" urteilte Oliver Jablonski. Ein gutes Netzwerk unter Kolleg/-innen, Kommiliton/-innen und Absolvent/-innen stellte er weiterhin als besonders wichtig heraus. Oliver Jablonski hatte aber nicht nur seine eigene Geschichte im Gepäck, sondern auch freie Praktikumsplätze bei Audi. Hier suche man derzeit nach Studierenden, die in der Arbeitssicherheit bei Audi Praxisluft schnuppern wollen. Drei Monate sollte man dafür mindestens einplanen, um einen umfassenden Einblick zu erhalten. Informationen unter: www.audi.de/karriere

Seinen sehr abwechslungsreichen Job im Entsorgungszentrum Leverkusen-Bürrig der CURRENTA GmbH & Co. OHG stellte Dr.-Ing. Tobias Quadt vor. Nach seiner Promotion am Fachgebiet Sicherheitstechnik/Umweltschutz fand er dort den Einstieg als Betriebsingenieur im Gemeinschaftsklärwerk, wo er nicht nur für den sicheren Betrieb, sondern auch für Verfügbarkeit und Effizienz der Anlage verantwortlich ist. Hier betont er, dass die Mischung aus akademischer Arbeit und der Arbeit "draußen an der Anlage" seinen Job so spannend mache. Ein Großteil seiner Tätigkeiten sei aber die Koordination von Fachleuten aus den verschiedensten ingenieurwissenschaftlichen und technischen Disziplinen. Der Beruf des Betriebsingenieurs erfordere daher nicht nur ein breites Wissen auf den unterschiedlichsten Bereichen, sondern auch eines hohes Maß an sozialer Kompetenz und Organisationstalent um ein Team aus unterschiedlichsten Experten zu einem erfolgreichen Projektabschluss zu führen. Die Fähigkeiten, Werkzeuge und Methoden, die im interdisziplinären Studium der Sicherheitstechnik vermittelt werden, seien für diese Anforderung genau richtig, so Tobias Quadt. Es zeige sich schnell, dass immer wieder Fragestellungen auftauchen, welche man allein nicht beantworten kann. Dafür, so Tobias Quadt, sei ein weitreichendes, funktionierendes Netzwerk unter Kolleg/-innen und (ehemaligen) Kommiliton/-innen essentiell. Mit einem kurzen Griff zum Telefon könne man häufig auf gemachte Erfahrungen und Lösungswege anderer zurückgreifen. Seine klare Empfehlung lautet daher, sich frühzeitig um ein gutes Netzwerk zu bemühen. Tobias Quadt engagiert sich nicht zuletzt deswegen für den Verein der Absolventen der Sicherheitstechnik e.V. (VAS).

Ich bedanke mich bei den Referenten herzlich für ihren Beitrag!

Job-Talk am 08.05.2014

Zum ersten Mal in dieser Form fand am 08.05.14 der Job-Talk im Fachbereich D statt. Diese universitätsweite Ringveranstaltung der Praxisforen richtet sich an Studierende und Interessierte, die sich über Werdegänge und Entwicklungsmöglichkeiten im und nach dem Studium informieren und mit Kommiliton/-innen und Absolvent/-innen in Kontakt treten möchten.

Magnus Magnusson und Sabine Prohaska

Sabine Prohaska, Studentin der Sicherheitstechnik im 4. Semester, berichtete unter dem Titel "Von der Stellensuche zum Praktikumsbericht: Erfahrungen zum sicherheitstechnischen Fachpraktikum" über den Weg hin zum Praktikumsplatz und Ihre Erfahrungen in einem mittelständischen Unternehmen bis hin zur Abgabe des fertigen Praktikumsberichtes. Eine gute Möglichkeit, um an Praktikumsplätze zu gelangen, sei die Jobbörse, aber auch regionale Firmenkontaktmessen können den Einstieg in ein Unternehmen ermöglichen; "das lohnt sich wirklich", urteilte Sabine Prohaska. Die Bewerbung und ein eventuell folgendes Bewerbungsgespräch sollen dann gewissenhaft und individuell vorbereitet werden, um das Unternehmen von den eigenen Fähigkeiten und dem Interesse an dem Unternehmen selbst zu überzeugen. Nachdem der Schritt in das Unternehmen geschafft war stand auf einen Schlag die betriebliche Praxis an, in der Sabine Prohaska den tagtäglichen Problemen und Lösungen in der Arbeitssicherheit und einer von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlichen Arbeitsschutzphilosophie gegenüberstand. Die Erfahrungen im Bereich Gefährdungsbeurteilung, PSA-Auswahl, Sicherheitsunterweisungen, Gefahrstoffmanagement und Lärmmessungen kommentierte Sabine Prohaska mit "Das ist schon was ganz anderes, als das, was wir hier in der Uni lernen." Mit einigen Tipps zur Erstellung des Praktikumsberichtes und einigen Anekdoten aus dem betrieblichen Alltag schloss Sabine Prohaska den Vortrag und stellte sich den Rückfragen des Publikums.

Als Absolvent der Sicherheitstechnik berichtete Magnus Magnusson über seine Berufserfahrungen bei Dräger Safety AG & Co. KGaA, Shutdown und Rental Management in Krefeld. Zum Thema "Herausforderungen im Berufseinstieg: was man als Ingenieur an der Uni nicht lernt" gab Magnus Magnusson nicht nur Einblicke in das Unternehmen und seinen beruflichen Alltag. Angefangen bei der Fragestellung nach dem eigentlichen "Traumberuf" und der individuellen Wahrnehmung und Vorstellung vom Arbeitsalltag eines Sicherheitsingenieurs, regte er an, sich schon frühzeitig mit dem auseinanderzusetzen, was man nach dem Studium machen will. Wichtig zu klären seien aber auch die Fragen danach, welche Wege es gibt und welche Unternehmen eigentlich zu einem passen. Dass er "sein" Unternehmen gefunden hat, verdankt Magnus Magnusson seinen Kontakten, die er u.a. beim VAS und VDI geknüpft hat. "Es ist immer ganz gut, wenn man jemanden kennt, bei dem man sich informieren kann" sagte Magnusson und legte dem Publikum nahe, sich frühzeitig um Kontakte zu bemühen. Im Jahr 2010 hat er als Projektkoordinator bei Dräger angefangen und ist seit 2013 Operations Coordinator, trägt seitdem nun also auch Personalverantwortung. Sehr anschaulich berichtete Magnus Magnusson darüber, dass es eigentlich niemanden gibt, der einen auf eine solche Rolle vorbereitet und wie man lernen muss, Mitarbeiter motivierend und lösungsorientiert zu führen. Sicherlich sehr interessant für viele Anwesende war das Angebot, sich bei ihm zu den Themen Praktikum und Berufseinstieg zu melden und Fragen direkt an ihn zu wenden. Das Nachgespräch bot dann auch noch Platz für Rückfragen und persönliche Gespräche.

Ich bedanke mich bei den Referenten herzlich für ihren Beitrag!

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